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Im ursprünglichen Sinne umfasst der Begriff Typografie sämtliche Bereiche der Buchdruckerkunst (Mittelalter). Aufgrund des rasanten technischen und gesellschaftlichen Wandels gibt es heute keine allgemeingültige und klare Definition mehr.
Gestalterische Typografie
Spricht man in Werbeagenturen und in ihrem Umfeld von Typografie, so ist die gestalterische Typografie gemeint. In der gestalterischen Typografie differenziert man grundsätzlich zwischen der Makro- und der Mikrotypografie. Die gestalterische Typografie lässt sich in mehrere Teildisziplinen aufteilen:
- Schriftgestaltung (Schriftentwurf, Type Design)
- Lesetypografie (Basistypografie)
- Gebrauchstypografie (Werbetypografie, Akzidenztypografie)
- Corporate Typografie (Schrift als Element im Corporate Design)
- Kunsttypografie (Typo-Design)
- Web- und Screentypografie (Schrift auf digitalen und holografischen Benutzeroberflächen)
- Animationstypografie (Typografie im Bewegbild, Schrift in Bewegung, Schriftanimation)
- Plastische Typografie (Schrift im dreidimensionalen Raum)
Bedeutung Makrotypografie
Sie ist die Gesamtgestaltung einer Druckseite und wird auch als Layout oder Textgestaltung bezeichnet. Dazu gehören:
- das Seitenformat
- der Satzspiegel
- Zeilenbreite, Zeilenhöhe, Zeilenanzahl
- die Gliederung von Text und Seite
- die Platzierung von Tabellen und Bildern im Text
- die Schriftgröße
Es ist wichtig, die einzelnen Elemente des Seitenaufbaus sinnvoll aufeinander abzustimmen. Es kommt dabei auf die harmonische Aufteilung von bedruckter und unbedruckter Fläche an. Die Seite sollte weder kahl noch überladen wirken. Um dies zu verhindern, benutzt man eine sogenannte Rastertypografie. Hierbei sind die typografischen Elemente nach einem vorgefertigten Gestaltungsraster angeordnet.
Bedeutung Mikrotypografie
Sie wird auch Detailtypografie genannt. Unter ihr versteht man die Gestaltung folgender Feinheiten des Schriftsatzes:
- die Schriftart, die Kapitälchen und Ligaturen
- die Laufweite, die Wortabstände
- die korrekte Anwendung der Satzzeichen
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